
Zu unseren Vogelpatienten gehören alle größeren und kleineren Papageien- und Sitticharten, hauptsächlich jedoch Wellen- und Nymphensittiche, sowie Kanarienvögel.
Für alle Vogelarten
gilt, dass sie erst in fortgeschrittenem Krankheitsstadium Symptome
zeigen. Diese sind in der Regel sehr unspezifisch, d.h. die Tiere
plustern sich auf und sind auffällig ruhig oder verweigern die
Futteraufnahme. Manchmal kommt Erbrechen oder Hochwürgen von Futter
hinzu.
Um die
Krankheitsursache herauszufinden, ist es unerlässlich, den
Patienten aus dem Käfig zu fangen und genau zu
untersuchen.
Da Vögel generell
sehr stressanfällig sind, kann dies bei sehr geschwächten Patienten
jedoch bereits einen Kreislaufkollaps auslösen.
Daher ist es wichtig,
einige grundlegende Dinge zu beachten.
Das Herausfangen aus
einem großen Käfig, womöglich noch mit mehreren Vögeln und vielen
Stangen, dauert wesentlich länger und ist mit viel mehr Stress
verbunden.
Fangen Sie ihren
Vogel daher bereits zu Hause im abgedunkelten Raum ein. Für den
Transport zum Tierarzt gibt es kleinere Transportkäfige oder
notfalls verwenden Sie eine kleine Pappschachtel mit
Luftlöchern.
Die Untersuchung
einer frischen Kotprobe ist Teil der ersten Untersuchung. Verwenden
Sie daher bitte keine Einstreu für den Transport, damit werden
Kotproben unbrauchbar.
Kot- und
Kropfspülproben reichen in vielen Fällen für eine erste
Befundstellung aus. Bei unklaren Symptomen, sind jedoch
weiterführende Untersuchungen notwendig. Dazu gehören
Röntgenaufnahmen mit und ohne Kontrastmittel, Ultraschall- oder
Blutuntersuchungen und spezielle Laboruntersuchungen in externen
Labors.